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Doris Broadbent, Mitarbeiterin des Hammer Forums im Kongo, im Hanse-Kolleg am 27.Mai 2015

Doris Broadbent arbeitet seit 2012 als Krankenschwester im Kongo.

Doris (li) mit dem Team der Kinderambulanz

Doris (li) mit dem Team der Kinderambulanz

Sie stellte ihre Arbeit in der Kinderambulanz des Hammer Forums im Hôpital Général de Kikwit vor, wo sie sich um schwer erkrankte und auch an Mangelernährung leidende Kinder kümmert. Bis zu 50 Kinder werden dort täglich vorgestellt.

Doris Broadbent hat einmal selbst am Hanse-Kolleg Abitur gemacht, und so hatte sie gleich eine besondere Verbindung zu den Studierenden, die von ihrem lebhaften und anschaulichen Vortrag beeindruckt waren. Gerade das persönliche Engagement, die vielen Fotos und Berichte über Einzelschicksale weckten bei den Zuhörern angeregtes  Interesse.

Sie erläuterte die Prinzipien, auf denen die Hilfe des Hammer Forums beruht: so soll vor allem  Hilfe zur Selbsthilfe geleistet werden, und so umfasst die Arbeit nicht nur medizinische Betreuung, sondern auch Beratung in den Bereichen Gesundheit,  Ernährung, landwirtschaftlicher Anbau. „Vielen Menschen ist nicht klar, wodurch ihrer Krankheiten entstehen, dass Hygiene und z.B. Milch für Kinder ganz wichtige Grundbedingungen für eine gesunde Entwicklung sind“, erklärt sie. Deshalb hat das Hammer Forum z.B. das „Milchprojekt“ eingerichtet, für das Kinder auch aus großer Entfernung kommen oder gebracht werden, um sich ein tägliches Glas Milch abzuholen.

Dreimal Doris! Zwei Mütter benennen ihre Kinder nach der Projektleiterin

Dreimal Doris! Zwei Mütter benennen ihre Kinder nach der Projektleiterin

Die Aufklärung über Infektions-Krankheiten und –Gefahren , über mögliche Behandlungen und Behandlungsfehler, die allgegenwärtige Hungerproblematik sind Themen, mit denen sich das Team des Hammer Forums täglich auseinandersetzt. Es gibt auch Weiterbildungsangebote und Fachliteratur für  kongolesische  Ärzte und Pflegekräfte in der Klinik.

„Viele Kinder  haben kaum eine Überlebenschance im Kongo. Sie müssen dringend operiert werden, aber ihre Eltern haben dafür kein Geld, oder den Ärzten fehlt das Fachwissen, “ sagt Doris Broadbent.

Sie organisiert also auch die Behandlung und Operation von Kindern mit Missbildungen oder schweren Verletzungen in Deutschland. Sie sammelt Spenden, auch Kleider, und setzt sich für die Förderung und Schulbildung der Kinder ein.

Viele Hilfsmaßnahmen  vor Ort erfordern Spontaneität und Improvisation, etwa wenn mit einfachen Mitteln ein Ofen zum Brotbacken gebaut wird, oder im Obst-und Gemüseanbau neue Sorten ausprobiert werden.

Wasserwege

Wasserwege

Der Kontakt zu den Menschen ist wichtig, um ihr Vertrauen zu gewinnen und um das Hilfsangebot bekannt zu machen. Die Infrastruktur im Land ist schlecht, Regen weicht die  Wege auf, und der Zugang zu sauberem Wasser ist oft mit viel Mühe verbunden.

Die Studierenden der LKs Bio und En des  4. Semesters  nahmen lebhaft Anteil an diesem spannenden Bericht und stellten viele Fragen. Sie organisierten spontan Kleider-und Geldspenden, die Doris Broadbent bei ihrer nächsten Reise gleich mitnehmen konnte.

Wer sich weiter informieren möchte, kann einen Bericht von D.Broadbent mit vielen Fotos als PDF Datei  herunterladen bei „Hammer Forum, Unser Einsatz im Kongo, ein Bericht von Doris Broadbent“