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Ganz Berlin ist meine Bühne – Studienfahrt 24.-31.Januar 2015

von J. Madeya

Das war sie schon im letzten Jahr - auch in diesem sollte es das ein oder andere Abenteuer geben, welches den Erfahrungsschatz bereichert. Im Grunde macht man aber jedes Jahr dieselben Fehler....

Zuerst aber freute man sich nach dem letzten Block am Freitag auf die bevorstehende 'Theaterstudienfahrt'.

Samstag 24.1.2015

Ganz so schlimm sollte es diesmal jedoch nicht werden, da die Gruppe kleiner als im Vorjahr und mit einigen 'Wiederholungstätern' besetzt war. Die Neulinge unter uns wurden mit den ersten Stück 'Berlin ick liebe dir' in der Vagantenbühne perfekt auf die vorherrschende Mentalität vorbereitet.

Sonntag 25.1.2015

Weitere Einblicke, wie die Stadt funktioniert, erhielten wir am nächsten Tag bei einer von Herrn Suchanek geleiteten Führung durch das politische Berlin. Zum Glück war es wärmer als letztes Jahr, nach den etwa 2 Stunden aber dennoch schneidend kalt, sodass man sich auf den folgenden geleiteten Rundgang durch das Reichstagsgebäude, welcher unter dem Thema 'Kunst am Bau' stand, geradezu freute. Nun war die Führung zwar sehr interessant, aber WAS genau Kunst ist und was nicht, bzw. warum man das eine als Kunst bezeichnet und das andere nicht, ist leider nicht klar geworden....

Nach dem ersten offiziellen Teil ging es dann auf ein kleines Mittagessen in ein russisches Restaurant in Charlottenburg und auf ein Power nap zurück ins Hostel. So lief es in etwa jeden Tag ab; infolgedessen hatte man das Gefühl kaum aus der Winterjacke herauszukommen.... Das nächste Abenteuer suchte eine Gruppe (keine Ahnung, welche... *g*)  nach dem Stück des Tages, „Hakoah Wien“ im Gorki Theater, nachts in der Schöneberger Motzstraße, fand es aber aufgrund mangelnden Mutes für den letzten Schritt nicht ^^

Montag, 26.1.2015

Der nächste Tag begann erneut mit einer Führung, allerdings erst um 11 Uhr, sodass etwas mehr Zeit für Frühstück und co. blieb. Für „Godot“, auf den wir am Abend im  Deutschen Theater vergeblich warteten, war das dennoch nicht genug Zeit, um mal aufzutauchen. Tja, Pech für ihn, denn es war sehr interessant, was Herr Suchanek zu den verschiedenen Stadtmodellen erzählte. Auch während dem Rest der Woche zeigte Godot keine Ambitionen doch einmal zu erscheinen.

Dienstag, 27.1.2015

Verpasst hat er so einiges, so auch die Führung durch den Berliner Untergrund am Dienstag. Es ging um Mauerfluchten, wie warum wer usw.

Das Theaterstück des Tages war dann in der Volksbühne die Premiere eines Kinofilms über eine Kambodschanerin, die ihre bisher nicht beachteten Wurzeln erforscht. Die Geschichte Kambodschas, der Herrschaft der Roten Khmer war fremdartig  und ja, spannend war ehrlich gesagt anders. So war es praktisch Pflicht sich anschließend auf einen Absacker in der Bar gegenüber vom Hostel zu treffen.

Allzu lang wurde der Abend jedoch nicht. Trotzdem:

Mittwoch, 28.1.2015

Richtig ausgeruht ist auch anders, als man sich am nächsten Morgen auf zu einer Fragestunde ins Auswärtige Amt machte. Zumindest war die Location schön warm. Der Unterhaltung konnten einige im müden Zustand  nur bedingt folgen, da auf eine Frage in viele Richtungen geantwortet wurde. Darüber konnte man dann allerdings während der nächsten 2 freien Stunden nachdenken. Aber nicht zu viel, bevor noch der Kopf platzt...., denn als zweiter TOP stand eine Führung durch das Neue Museum auf dem Plan, die tatsächlich sehr unkonventionell war. Anstatt irgendetwas über die ach-so-tollen Kunstwerke zu erzählen, stellte der Guide das Gebäude in den Mittelpunkt und erklärte, warum es gebaut wurde uvm. Prunkstück der Ausstellung war und ist natürlich die Büste der Nofretete. Ja,die  ist schon schick, aber vermutlich auch nur so berühmt, weil sie zum rechten Zeitpunkt präsentiert und entsprechend vermarktet wurde. Zu einem anderen Zeitpunkt präsentiert, wäre sie sicher 'nur' ein weiteres altes und gut erhaltenes Kunstwerk, womit wir wieder bei der Frage, „ was denn bitteschön ist Kunst“, wären.

Godot könnte die Frage sicher beantworten, ließ sich aber noch immer nicht blicken.

Dafür trafen wir  im Berliner Ensemble, wo das Stück des Tages „Peter Pan“ aufgeführt werden sollte, Herbert Grönemeyer. Viel besser war allerdings, dass sich die Grenzen der bekannten und unbekannten Mitreisenden verschoben, da die Karten nach Zufallsprinzip vergeben wurden. So hatte ich das Vergnügen neben Roman oben in der Loge sitzen zu dürfen. Was für ein Erlebnis :D Nicht zuletzt deshalb, weil das Theaterstück in seiner sehr ästhetisierten Aufmachung stark polarisierte. Dies taten auch die Diskussionsthemen des anschließenden Sit ins in der nächstgelegenen Cocktail Bar. Über das Thema Frauenquote ereiferte man sich und knüpfte weitere neue aufregende Kontakte. Was genau erörtert wurde, lässt sich natürlich nicht rekapitulieren, aber es war ein sehr anregender Abend, welcher nach der letzten Runde um Mitternacht an der Hostel Bar fortgesetzt wurde... [...]

Wie an den [...] zu erkennen, fiel es dem Großteil der Gruppe schwer sich zu trennen

Donnerstag, 29.1.2015

und infolgedessen noch schwerer, am folgenden Donnerstagmorgen wieder zusammenzufinden, um pünktlich zur Abfahrt nach Potsdam bereit zu sein. Lediglich eine Hand voll Mädels und Boris standen, zumindest körperlich anwesend, parat. Von denen musste eine auch nach einer dreiviertel Stunde aufgrund des Schlafmangels kapitulieren.... eigentlich schade.  Die Müdigkeit zeigte sich an diesem freien Abend schließlich auch bei denen, die den Rundgang durch Potsdam durchgehalten hatten. Obwohl man den folgenden Vormittag frei hatte, machte man am Vorabend keine großen Sprünge. Manch einer ging nur ums Eck schnell was essen und dann in den chill out, während andere zumindest einen Ausflug zum Alexanderplatz machten, um ein Restaurant zu besuchen. Alles, was die Wahrnehmung beeinträchtigen könnte, wurde aber bei jedem gepflegt vermieden.

Freitag, 30.1.2015

Dementsprechend müsste man sich Freitag so :D oder ^o^ fühlen, tatsächlich aber sahen die meisten so -.- oder  u_u“  aus und fühlten sich entsprechend. Das Highlight war schon fast das ausgiebige Frühstück ohne Zeitdruck, was aber nicht jeder annahm. Wenn man die Wahl zwischen schlafen und essen hat, ist es recht einfach sich zu entscheiden ;)

Insgesamt ließ man es ruhig angehen, fuhr einmal mit der Ringbahn um die Stadt oder frühstückte dann doch erst um 13 Uhr. Das genügte, um abends für das letzte Theaterstück fertig zu sein: „Tschick“ nach W. Herrndorfs Roman im Deutschen Theater. Die Kernaussage des Stücks war sehr interessant: einfach von jetzt auf gleich alles hinter sich lassen und einen Road Trip starten. Das gab schon während der Aufführung Stoff zum Nachdenken, hinterher traf man sich noch an der Hostel Bar, vielleicht nicht nur, um sich darüber auszutauschen, sondern vielmehr um ein allzu frühes Schlafengehen und somit das Ende dieser wieder einmal ereignisreichen Woche herbeizuführen.

Samstag, 31.1.2015

Früher oder später war es aber doch so weit: Samstag stand man schnell auf, warf noch schneller die Klamotten in den Koffer und saß ruck zuck im ICE Richtung Heimat. Wie schon im letzten Jahr nutzten die meisten die Zeit um endlich zu schlafen, die Ereignisse der Woche Revue passieren zu lassen, oder für ein letztes Zusammensein mit neuen Bekanntschaften. Nach und nach dünnte die Gruppe aus, bis die letzten schließlich in Lippstadt die daheimgebliebenen Lieben wieder in die Arme schlossen. Der Rest dieses und des nächsten Tages sah vermutlich für alle ähnlich aus; schlafen, berichten, Wäsche waschen. So konnte man Montag frisch und erholt in das neue Semester starten~ ^^

Archiv

(aus den Feedback-Bögen) was ich noch sagen wollte…

... das Tagesprogramm war wieder einmal sehr abwechslungsreich und spannend.

 

Super organisiert, Lachanfälle vom Feinsten, leckere Cocktail-Abende, spannende Gespräche…… Berlin, ick liebe dir!

 

...ich freue mich schon auf das nächste Mal :-)

 

dankeschön!

 

  • Tolle Organisation
  • Tolle Stimmung
  • Tolle Lehrer
  • Tolle Stadt
  • Vielen Dank für Eure Mühe,- und überhaupt

 

sehr abwechslungsreiche Stücke (Theater, Musical, Kinopremiere) à sehr toll

 

eine wunderschöne Woche!

 

Die Reise war sehr gut geplant und organisiert. Trotz mehrfacher Aufenthalte in Berlin gab es auch für mich wieder neue Informationen und Eindrücke. Vielen Dank an das Vorbereitungsteam! Wir freuen uns auf weitere Berlin-Fahrten :-)