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Studienreise am ersten Juniwochenende nach Lüttich

Lüttich Juni  2016
Lüttich Juni 2016

Impressionen

Ankunft in einem beeindruckenden modernen Bahnhofsgebäude, überall Hinweise auf die Kunstszene: eine Ausstellung  mit Werken Salvador Dalís im Bahnhof, Werke der klassischen Moderne   „en plein air“  im nur vier Wochen zuvor eröffneten Museum „La Boverie“ juste en face. 

Ja, Lüttich definiert sich trotz der abgelehnten Bewerbung um den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2017“ als Stadt der Kunst und Kultur – im weitesten Sinne, gehören doch eine ausgedehnte kulinarische Szene und zahlreiche Ausgeh­möglich­keiten für Jung und Alt unbedingt auch zur Kultur einer Stadt.

Nach einer ausgedehnten Stadt-Ralley am Freitagnachmittag hatten die 14 Studierenden nicht nur einen guten Überblick über wesentliche Sehens­würdig­keiten und historische Eckdaten der Stadt, sondern vor allem Zutrauen in ihre nach erst sechsmonatigem Französischunterricht schon tragfähigen Sprach­kompe­tenzen, wohlwollend unterstützt durch die Freundlichkeit der belgischen Gesprächspartner.

Ein gemeinsamer Restaurant­besuch am Abend stärkte alle Reisenden für die folgende lange Nacht, in der sich die Kneipen­szene als unbedingt partytauglich erwies, etwas überraschend, hatte sich dies bislang  bis Soest, Lippstadt oder Hamm bisher noch nicht herumgesprochen.

Die interessante Führung durch „La Boverie“ am nächsten Vormittag konnte auch leicht unausgeschlafene Studierende fesseln, Mme Hélène jedenfalls war hoch erfreut über die zahlreichen Nachfragen ihrer Zuhörer und machte sogar ein paar „Überminuten“. Das Beste an der nachmittäglichen Bootsfahrt auf der Maas war die Gelegenheit, eine Stunde lang zu sitzen  und zu dösen – anschließend verblieb freie Zeit für Einkäufe oder eine kurze Siesta,  bis sich alle zum gemeinsamen Grill in der Jugendherberge trafen.

Gemeinsam ging es dann wieder in die Stadt – dort allerdings trennten sich die Wege der Studierenden und Lehrenden, die einen zog es wieder ins Partyleben, die anderen auf ein Glas Wein zur Place du vieux Marché.  

Der Sonntagvormittag war dem Besuch des „Marché de la Batte“ gewidmet, wo sich auf mehreren hundert Metern entlang der Maas unendliche Marktstände mit Obst, Gemüse, Essbarem aus aller Herren Länder, Kleidung, Haushaltskram, etc. erstrecken -  man kann alles kaufen, was vorstellbar ist, und darüber hinaus.  Über die Rückfahrt sei an dieser Stelle geschwiegen, sie dauerte (Un)wetterbedingt fast 8 Stunden und war ein zusätzliches Abenteuer an diesem erlebnisreichen Wochenende.  (Karin Bödeker)

Klassenfahrt nach Lüttich

Angekommen am Gare de Liège (Lütticher Bahnhof) waren wir erst einmal von dem riesigen Ufo- ähnlichem Dach des Bahnhofs begeistert.

Da wir alle gemeinsam zu Fuß zum Hostel gingen, konnten wir uns, während wir die lange Uferpromenade hinunter spazierten, einen ersten Eindruck von der Stadt machen. Es erinnerte etwas an die großen Gegensätze zwischen Arm und Reich, denn man entdeckte moderne, hochgebaute Geschäftsgebäude neben ungepflegten maroden Bauten. Aber auch große alte Gebäude, z.T. aus dem Barock haben den 2. Weltkrieg überlebt und sind schön restauriert.

Angekommen im Hostel musste uns (weil wir keine Deckenbezüge gefunden hatten) erstmal unser Klassenlehrer Herr Niermann erklären, dass die Franzosen und die Belgier die Bettlaken gleichzeitig auch als Überzug für die Decken benutzen. (Hört sich komplizierter an, als es ist)

Nachdem wir unsere Betten erfolgreich bezogen und unsere Sachen ausgepackt hatten, ging es auf eine Stadtralley. Auffällig war, dass die Cafés und die Bars bereits am Nachmittag voll waren. Überhaupt war die Stadt voll mit Leben erfüllt. Überall sah man Geschäfte, Bars und Restaurants. Auch gibt es ein großes Angebot an Kunst und Kultur, denn man entdeckte immer zwischendurch Plakate, die auf Museen oder Kunstaustellungen in Lüttich hinweisen.

Mit unseren geringen Französischkenntnissen schafften wir es, einige Bewohner Lüttichs nach dem Weg zur berühmten Treppe zu fragen, um dort unsere letzten Ziele der Ralley zu abzuarbeiten. Oben angekommen, auf der längsten Treppe Europas, der "Escalier de Bueren" mit 375 Stufen (ein Mitschüler hat sie tatsächlich gezählt), warteten bereits unsere Lehrer mit unseren Preisen auf uns.

Beim gemeinsamen Restaurantbesuch konnten wir uns wieder richtig stärken. Das Restaurant war ‘très chic' und dementsprechend auch die Preise etwas 'bombastique'. Aber man gönnt sich ja sonst nichts...

Wir landeten nach dem Abendessen im Zentrum des Nachtlebens, im "Le Carré". Drei Straßen die sich kreuzen und die voll mit Bars, Kneipen und feiernden Menschen sind. Wir erlebten sehr viel dort an diesem Abend und auf dem Rückweg zum Hostel und haben tolle Erfahrungen machen können.                   

Am nächsten Morgen machten wir uns unausgeschlafen und mit einem Kater auf dem Weg zum Museum "La Boverie". Dieses neuerbaute Museum liegt auf einer Insel zwischen der Maas und dem Seitenkanal Dérivation und konkretisiert wie der Louvre in Paris die Verbindung zwischen Park und Museum.

Gleich danach ging es auf eine Bootsfahrt auf die Maas. Diese war perfekt zum Dösen geeignet, was einige von uns auch taten. Anschließend ruhten sich ein Teil der Gruppe im Hostel weiter aus, andere wiederum gingen Shoppen, bis das gemeinsame Essen (Barbecue) in der Jugendherberge stattfand.

Hübsch angezogen machten wir uns dann gemeinsam auf dem Weg ins Lütticher Nachtleben und gingen wieder Richtung Kneipenviertel "Le Carré". Nach ein paar Getränken und ein paar Tanzeinlagen entschieden wir uns dazu, nach einem Halt beim Kiosk wieder auf die längste Treppe Europas zu steigen, um dann Lüttich bei Nacht bewundern zu können. Der Ausblick oben war unbezahlbar, vor allem vom „Monument“ ganz oben. Dort verweilten wir dann ein paar Stunden und genossen den Anblick der nächtlich erleuchteten Stadt.

Am nächsten Morgen waren wir zum Glück nicht so verkatert wie am Tag zuvor, aber trotzdem erschöpft, weil wir uns auf dem Rückweg vom Monument um Hostel verlaufen hatten und somit wieder sehr spät auf unseren Zimmern waren. Aber das Wetter war voll auf unsere Seite, die Sonne drängte die aschgrauen Wolken weg und man spürte förmlich die warmen Sonnenstrahlen auf der Haut. Der kilometerlange Markt entlang der Maas erwies sich wirklich als so lang. Es wurden Schmuck, Obst sowie Haushaltskram verkauft. Auch gab es verschiedene Stände mit Käse und viele Klamottenhändler mit günstiger Ware aus Asien.  Bedauerlicherweise verkaufen Händler auch Tiere, wie Hühner und ihre Küken, Kaninchen und sogar Hundewelpen.

Zum Abschluss gönnten wir uns eine Portion Belgische Pommes mit Burger, kauften für unseren Liebsten zu Hause eine leckere Belgische Waffel und setzten uns  noch ein letztes Mal an das Ufer der Maas, bevor wir die Abreise antreten mussten.

Die Rückreise verlief länger als geplant, denn es gab Komplikationen auf unserer Strecke, so waren wir ca acht Stunden nach Hause unterwegs. Trotz allem war auch dies ein erlebnisreiches Abenteuer an diesem gelungenen Klassenausflugswochenende. (Evgeniya Kikteva, K2b)

Archiv

Lütticher Impressionen – von Lina Lumpe

In freudiger Erwartung der Landes­grenze begann, zumindest für mich, die Fahrt mit der Aktivierung des Flugmodus.

Abgereist, angekommen.

Dazwischen? Nichts, eine buchstäbliche Grauzone meiner Erinnerung.

Und dann?  Der Platz reicht keineswegs aus im Sinne einer wirklich allem gerecht werdenden Beschreibung.

Nur soviel: Sollte sich dir die Möglichkeit eröffnen: Hin da! Zweifellos!

Von sündhaft leckeren, mit Schokolade überzogenen Waffeln, über die mit hundert Menschen durchtanzten Kneipengassen, bis hin zur chaotischen Verkehrsregelung gibt es wenig Freiraum für langweilige Reiseberichte.

Lukas wurde zur Legende, ich sah Kunst, die manchen verrückt werden lässt, und selbst um halb 5 Uhr morgens wanderten wir, berauscht und getrieben von der unendlich schönen Aussicht auf die Stadt, 1084672935 Treppenstufen hinauf.

Mehr muss man nicht sagen.

 

 

Impressions d'un voyage à Liège  -  de Rebecca Figielek

Le "ralley" à Liège était très intéressant parce que nous avons parlé français avec les passants.

Le marché était très cool aussi. Là, il y avait beaucoup à voir.

En général il faut dire que les rues de Liège sont très jolies.

 

Moments surréalistes à Liège (H. N.)

Am Anfang war ungläubiges Staunen,
Staunen über die fast überwirkliche Dachkonstruktion des neuen Bahnhofs,
Staunen über eine zerfließende Bahnhofsuhr
und ein riesiges Fabeltier vor der Gare Guillemins:
Invitation à l'exposition "Salvador Dalí".

So wurden wir surrealistisch eingestimmt auf Lüttich.

Lüttichs überwirklicher Höhepunkt:
die Treppe, l'escalier de Bueren.

Wir erklommen sie bei Tag und bei Nacht.

Sie ist real, aus wirklichem Stein und zählbaren 375 Stufen.

Und doch wirkt sie unwirklich, überwirklich,
dient keinem Zweck, führt nirgendwo hin.

Wenn man sie bis zur letzten Stufe erklommen hat
und den Blick zurückwendet,
offenbart sie ganz Lüttich,
Liège,
ville réelle, ville surréelle.

In der Ferne grüßen die gigantische Glaskuppel der Gare Guillemins
und die Surréalité der Dalischen Uhr.

Alles nur Phantastereien?

Fragt uns, das Semester 2b.

Wir waren da. Wir haben es gesehen.

 

Liège – charme d’une ville  (Evgeniya Kikteva)

Ich finde Lüttich ist eine Stadt mit Charme. Man spürt förmlich das französische Flair, die Bewohner dieser Stadt sind sehr sympathisch, manche Gebäude so schön wie in Paris und die Aussicht nachts auf die Stadt ist einfach traumhaft.
Für junge Menschen der ideale Ort abends auszugehen, da auch das Nachtleben in Lüttich sehr spannend sein kann.